
Unser Kurzurlaub nach Adelaide (Maslin Beach), South Australia (SA) vom 19. - 24.12.2009
1. Tag
Da ich ja ein Genius im Plannen bin, habe ich total vergessen, dass am 18.12.2009 die Weihnachtsfeier fuer Head Office Angestellte ist. Im Grunde waehre das nicht so nenneswert, aber Sydney - Adelaide ist 1500km, also der Plan war, am ersten Tag ca. 1000km zu schaffen und da kommt die Weihnachtsparty ins Spiel.
Um die 1000km zu schaffen, ist ein sehr frueher Start notwendig und 2 Fahrer, so dass es moeglich ist alle 200 - 300km einen Fahrerewechsel unternehmen zu koennen. Und hier ist das Problem, Weihnachtsparty = ich bin weit, weit ueber der erlaubten Promill grenze ...... und normalerweise wuerde ich in den fruehen Morgenstunden nach Hause kommen. Die Party war toll, aber ich war brave und bin schon um 21.30 nach Hause gegangen. Ich war kurz nach Mitternacht zu Hause und alles hat ausgesehen, dass wir puenktlich um ca. 3.30 los fahren koennen. Naja, ich habe den Wecker ignoriert und auch Liz war da keine Hilfe, also sind wir nicht frueher als 5 Uhr los gefahren.
Und ich war bis mindestens Mittag ausser gefecht ..... (Information am Rande, Tempo limit ist 110km/h oder 100km/h, kommt ganz darauf an durch welche Gemeinde man gerade fahrt und je weiter man sich ins Outback begibt, heist es auch dass man durch jeden Ort fahren muss = 50km/h, und die Strafe fuer zu schnellfahren ist einige hundert Dollars, und zu guter letzt, die Strasse ist zum grossteil eine 2-spurige Landstrasse, am besten ihr stellt auch die Fahrt vom Poestlingberg nach Gramastetten vor und das fuer 1000km/h).
Wie auch immer, zum Glueck war nicht viel verkehr und wir erreichten Wagga Wagga bei 14.30, die letzte groesser Stadt. Ich war sehr ueberrascht wie sauber und freundlich Wagga Wagga war. Ich hatte eigentlich das Gegenteil erwartet. Nach einer langen Pause ging es dann weiter und bei 17 Uhr waren wir uns einig, dass es Zeit ist fuer die Nacht zu stoppen.
Also unterbrachen wir unsere Reise 133km vor meinem geplanten Ziel fuer den Tag. Wie sich nachher herausstellte, Hay war der bessere Ort zu uebernachten, den hier hatten wir einen Big 4 Campingplatz. (Big 4 = ist eine Organisation, die Campingplaetze in ganz Australian hat und die meisten sind wirklich gut, da diese meistens ein Kinder Swimmingpool haben und ein oder zwei Spielplaetze, mit anderen Worten ideal fuer Kinder).
Hay ist ein sehr kleiner, verschlafener Ort. Zum Glueck war noch eine Imbissstube (Take-Away Food shop) offen, dann alles was sonst noch offen war, war das "Pub" und auch wenn meistens ein Pub auch ein Restaurant hat, Kinder sind normalerweise nicht erlaubt. Weil wir im Ortszentrum waren und unseren "Fish & Chips" gegessen haben, ist eine weitere Familie mit Kindern angekommen. Das Maedchen war im alter von Ben und der Bub einwenig aelter. Die 4 haben dafuer gesorgt, dass die laendliche Idylle und Stille mit lauten Kinder stimmen ausgefuellt war bis es dunkel wurde.
2. Tag
Leider war die Nacht viel zu kurz mit einem unglaublich schoenen Sternen Himmel, denn so bald es hell wurde, ist Ben aufgestanden und kurz danach war auch schon das Maedchen wach und beide sorgten dafuer, dass die Morgenruhe/stille ein sehr schnelles ende fand. Im Grunde war es kein Problem, wir mussten sowieso frueh los, wir hatten ja noch weitere 700km bis zu unserem naechsten Ziel zu bewaeltigen.
Mit nur einer kleine Verspaetung sind wir los. Nach 133km erreichten wir Barlrand und ich muss sagen, ich war sehr froh dass wir in Hay uebernachtet haben. Dieser Ort war der einzige, der nicht unbedingt einen freundlichen Eindruck hinterliess. Hier beschlossen wir, eine Nebenstrasse zu verwenden, da unser naechster Campingplatz ja suedlich von Adelaide war. Also hiess es 60km auf einen kleinen Highway zurueck zu legen und haetten wir mehr Zeit gehabt, haetten wir einen weiteren Abstecher von diesem Highway machen koennen.
Am ende der 60km haben wir die Grenze zwischen New South Wales (NSW) und Victoria (VIC) ueberschritten. Zwar haben wir dann wieder eine groessere Verbindungsstrasse benutzt, aber ausser dem Verkehr hat sich nichts veraendert. Die gleiche langweilige Landschaft, nichts als ein Getreidefeld nach dem anderen.
So um Mittag haben wir die Grenze zu SA erreicht und in der ersten groesseren Ortschaft haben wir fuers Mittagessen die Reise unterbrochen. Nicht unbedingt sehr aufregend, aber ich muss sagen, es war eine sehr nette, kleine verschlafene Ortschaft. Nach dem die hungrigen Maeuler gefuettert waren (Ben & Nic) liesen wir sie noch eine weile am Spielplatz herum laufen.
Weiter ging es, landschaftlich mit der gleichen monotonen Aussicht, in Richtung Adelaide. Dort kamen wir gerade recht zeitig fuers Abendessen an, naja ein wenig verfrueht, aber es war notwendig eine Pause einzulegen, da ich so unglaublich klug war und die Adresse von unserem (und auch die Richtungsanweisungen) Campingplatz zu Hause vergessen habe. Zum Glueck gibt es da McDonald's, wo man gratis das Internet benuetzen kann. Nach einer kleinen Rundfahrt, sind wir schlussendlich doch noch am Campingplatz angekommen.
Das Zelt war schnell aufgestellt, kochen musste wir ja nicht, also hatten wir noch Zeit, zum Maselin Beach zu gehen. War der Strand wirlich die 1500 km lange Reise wert? Ja und Nein. Ben und ich sind natuerlich schwimmen gegangen, und Nic hatte nichts besseres zu tun als .... das WC war zu weit weg. Zum Glueck war kaum wer am Strand. Mit dem letzten Sonnenstrahlen sind wir dann zurueck zum Auto gegangen. Liz und Nic sind mit dem Auto zurueck gefahren, und Ben und ich sind zu fuss zu rueck gegangen. Es waren ja nur einige Meter quer-Feld-ein und wir waren fast so schnell wie Liz mit dem Auto.
3. Tag
Am Montag war ein ruhe Tag angesagt, alles was noetig war, 40km zum naechsten Campingplatz zu fahren. Aber zuvor sind wir noch schnell mal zum Maselin Beach gegangen. Und dieses Mal gab es keine "Zwischenfaelle" und wir alle sind schwimmen gegangen. Da es ja ein Wochentag war, war kaum jemand am Strand und somit konnten sich die Kinder wirklich aus toben. Nach dem sie genug hatten, sind wir dann in Richtung unseres naechsten Campingplatzes aufgebrochen.
Dieses Mal war das Glueck auf unser seite und wir fanden den Campingplatz auf anhieb und dieser war so viel besser als der am Maselin Beach - Big 4 Campingplaetze, ein Paradis fuer Kinder.
Alles hat danach ausgesehen, dass wir einen friedlichen, erholsamen Nachmittag haben werden. Das Zelt war schnell aufgestellt, dann haben wir die Spielplaetze ausprobiert, die Schwimmingpools auch, und am besten war, dass wir direkten zu gang zu einem Strand hatten. Der war zwar nicht so toll wie Maselin, aber troztem, Ben und ich hatten spass, Nic und Liz (wie ueblich) war es egal. Nach dem Rundgang ging es Zurueck zum Zelt und zu unserem Schrecken, eine der Fieberglass Zeltstangen ist gebrochen und aus der geplanten Tour ins Centrum von Adelaide wurde nichts.
Da es sowieso Zeit war fuers Mittagessen, haben wir uns schnell nach dem naechst gelegenen Shopping Center erkundigt. Leider war das nicht so nahe als er hofft. 20 min mit dem Auto. Alles hat danach ausgesehen, dass es nur ein kleines Problem sein wird. Ich habe auch gleich das richtig Geschaeft gefunden, Kmart, die verkaufen da ersatz stangen. In aller eile habe ich das klein Gedruckte nicht gelesen und als wir zurueck kamen, hat sich herausgestellt, dass die ersatz Teile da nicht so gut zusammen passen und auch die laenge stimmte nicht. Also zurueck zum Shopping Center.
Nach dem ich alle moeglichen Geschaefte abgeklappert habe, war es klar, dass es nicht so einfach ist, diese Stange zu ersetzen oder zu reparieren, also haben wir ein neues Zelt gekauft. Liz war nicht so begeistert, es musste billigt sein und somit war es jeher klein, ca. die halb so gross wie das andere.
Und die Zeit ist auch nicht stehen geblieben, und auf einmal es auch schon Abend. Also schnell das eine Zelt abgebaut, naja hat laenger gedauert als normal, da ich es ja wirklich sehr gut zu sammen legen musste. Unser Kofferraum ist zwar gross, aber hat seine grenzen. Es hat mich einige Stunden gekostet alles so ein zu richten, dass wir auch wirklich alles hin ein bekommen. So nebenbei gesagt, das neue Zelt war nicht so toll, aber besser als zu viert in einem kleinen 2-man Zelt zu schlafen. Nicht zu vergessen ist, dass es Sommer ist und die Naechte sind heissssss!
Ein weiteres Problem war nun, wie ich alles im Auto unterbringen werde. Nach stundenlangen herum schlichten hatte ich es dann so eingerichtet, dass wir alles unterbringen sollen und nachwie vor etwas im Rueckspiegl sehen sollen. Fuer mich gab es dan ein relativ spaetes Abendessen, Ben hat dann noch Durchfall bekommen, hmmmm irgendwie war es dann alles andere als ein erholsamer Urlaub. Und am Ende war unser Tag alles andere als ein ruhe Tag.
4. Tag
Wie ueblich, der Morgen war wuenderschoen, ein tiefblauer Himmel, und schon um 6 in der Frueh war es unausstehlich Heiss. Alles startete gut, mit einem kleinen Problem, wir verliessen zu viel Zeit vergehen bevor wir uns auf den Weg machten. Am ende war fast 11 bevor wir Adelaide verliessen und wir hatten knapp ueber 900 km zu unseren naechsten Big 4 Camping Platz - Wagga Wagga. Die Fahrt zurueck war entlang der Hauptverbindungsstrasse zwischen Adelaide und Sydney. Trotz das Ferien waren, war die Strasse relative ohne verkehr und nur von Zeit zu Zeit wurden wir von einem Lastwagen aufgehalten. Und ich war wiedereinmal ueberrascht, wie schoen es doch war entlang des Murry River. Und wie schon bei der Fahrt nach Adelaide, beim naechsten Mal muessen wir uns unbedingt 2 Wochen einrechnen, so dass wir oefters entlang des Weges anhalten koennen.
Alles es klar war, dass wir sicherlich nicht um 19 Uhr in Wagga Wagga sein koennen, habe wir bei unserem Big 4 Camping Platz angerufen, und ohne Problem konnten wir es ein Richten, dass wir auch nach Bueroschluss ein "checken" koennen. Zu unserem Glueck sah es nach einer sehr heissen und trockenen Nacht aus, also bruachte ich dass Aussenzelt nicht aufstellen und dass Innenzelt ist auch im dunkeln in 5 Minuten aufgestellt. Aber bevor wir ueberhaupt das Zelt aufstellen koennen, muessen wir erst mal in den Park hinein und die "Securtiy Swip Card", die fuer uns im Briefkasten war, funktionierte nicht. Zu unserem Glueck war da noch eine zweite Moeglichkeit, und das Tor war nicht verschlossen, also am Ende konnten wir doch hinein fahren.
Um 22 Uhr war es dann soweit, alle ab in den Schlafsack. Ben, kein Problem, in einer Minute und er war eingeschlafen, Liz auch. Nic? Der wollte ganz und gar nicht schlafen, aber ich war einfach zu muede und ich habe keine Ahnung wie lange er da noch munter war.
5. Tag
Nach einer sehr heissen Nacht waren wir wie ueblich sehr frueh wach. Mit den ersten Sonnenstrahlen hatten wir Fruestueck, Toast und Nutella. Ben und Nic wie ueblich sind herum gelaufen und haben dafuer gesorgt dass bald jeder wuesste das sie wach sind. Alles war sehr schnell verpackt und im Auto untergebracht, dann noch schnell die Rechnung bezahlt und los sind wir in Richtung Huskisson.
Auch wenn wir 500 km zurueck legen mussten, die Fahrt sollte relativ einfach sein, da fuer 400 km wir eine Autobahn haben. Die letzten 100 km waren aber dafuer landschaftlich sehr schoen.
Nach 4 super schoenen Tagen, sah es danach aus, dass wir dieses Mal im Regen uebernachten. Und als wir Moss Vale erreichten wurde meine Befuerchtungen realitiaet, die Gewitterfront ist ueber der Kueste. Nach 100 km im Regen haben wir wie geplant unser naechsten Campingplatz mitte Nachmittag erreicht. Zum Glueck haben sich die rabenschwarzen Wolken verzogen und es hat in Husskinson nicht geregnet.
Wie schon erwaehnt, das Zelt, das wir kaufen mussten in Adelaide, war nicht unbedingt das beste. Und beim Aufstellen haben sind einige naehte aufgerissen. Das es das Innenzelt war, war es nicht so schlimm, solange das Aussenzelt in Ordnung ist, bleiben wir trocken, falls es doch regnen sollte.
Nach dem Aufstellen des Zeltes sind wir ins Zentrum gefahren, zum Abendessen gab es "Fish & Chips". Danach haben wir Mike getroffen. Er hat uns dann ein freilicht Museum gezeigt, das frei zugaenglich war. Ben und Nic waren davon begeistert. Das Mueseum war mehr eine Werkstatt, in der man lernen konnte, wie Boote gebaut werden.
Bevor die Nacht herein brach sind wir dann zurueck zu unserm Campingplatz gefahren.
6. Tag
Der Morgen konnte fuer Ben nicht frueh genug kommen, denn wir waren eingeladen von Mike zu einem Morgen Canoe Tour. Nic war am anfang hellauf begeistert, aber als es dann so weit war ins Canon zu gehen, war er nicht mehr zu begeistert. Ben, wie nicht anders erwartet, war das gegenteil under konnte es kaum erwarten mit dem Canon hinaus zufahren. Am Anfang war es o.k, aber jeweiter wir hinaus gepaddelt sind, ist es mir unheimlich geworden. Das viele herum schaukeln im Canon, das war nicht unbedingt meine Sache. Ben und ich sind dann zurueck zum Strand und Mike hat Ben genommen. Ben war hellauf begeistert und am Ende der ausfahrt sind sogar Delphine neben den Canones geschwommen.
Nach dem die Canones verstaut waren, sind wir mit Mike noch zu seinem Haus und dort haben wir seine Webseite besprochen. Kurz vor Mittag sind wir dann in Richtung Sydney aufgebrochen. Weil es noch relativ frueh war, haben wir beschlossen, noch schnell zu einem Big W zu fahren und dort haben wir dann das Zelt zurueck gegeben und wir haben ohne Problem unser Geld zurueck bekommen. Am spaeten Nachmittag sind wir dann zu Hause angekommen.
Hier endet mein Bericht!